Über das Stadtarchiv – Gedächtnis der Stadt Göppingen
Das Stadtarchiv Göppingen verwahrt die aus der Verwaltungstätigkeit stammenden archivwürdigen Unterlagen der Kernstadt und der Stadtbezirke.
Ergänzend bemüht es sich um die Sicherung historisch wichtiger Dokumente nichtamtlichen Ursprungs und unterhält eine Fachbibliothek zur städtischen und regionalen Geschichte.
Die Dokumente werden auf Dauer bewahrt, erschlossen und der Öffentlichkeit im Rahmen der archivgesetzlichen Vorschriften für wissenschaftliche und private Forschungen sowie allen historisch interessierten Personen zur Verfügung gestellt.
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Aufgaben
Für die Verwaltung und die Bürgerschaft nimmt das Stadtarchiv folgende Aufgaben wahr:
Bewertung und Übernahme von Schriftgut der städtischen Verwaltung, dessen Aufbewahrungsfristen abgelaufen sind und für die laufende Verwaltungsarbeit nicht mehr benötigt wird. Beratung der städtischen Behörden bei Aussonderung von Schriftgut.
Sammeln von stadtgeschichtlichen Dokumenten nichtamtlichen Ursprungs, wie Personen- oder Vereinsnachlässe, Fotos, künstlerische Stadtansichten, Karten und Pläne, Plakate, Flugblätter, Zeitungen, etc.
Ordnung und Verzeichnung des Archivguts und Erstellung von Findbüchern und Verzeichnissen.
Sachgerechte Aufbewahrung und Erhaltung der Archivbestände. Dazu gehören vor allem Reinigung, Entmetallisierung und Verpackung der Archivalien sowie die Lagerung der Archivbestände in den Magazinräumlichkeiten. Ebenso gehört hierzu Bestandsmonitoring sowie regelmäßige Kontrollen zur Konstanz des Raumklimas.
Beratung von Forschern und heimatgeschichtlich interessierten Personen bei der Archivbenutzung oder historischen Anfragen. Vorlage von Archivalien im Lesesaal des Stadtarchivs. Die Benutzung erfolgt auf Grundlage der Archivordnung. Anfallende Kosten regeln sich nach der Gebührensatzung.
Mitwirkung am Geschichts- und Heimatkundeunterricht an Schulen und in der Erwachsenenbildung. Anbietung von Führungen zur Vorstellung der Einrichtung Archiv und die Erläuterung unterschiedlicher archivischer Quellengattungen zu ausgewählten historischen Themen.
Anregung von Studien und Durchführung eigener Forschungen zur Stadtgeschichte. Vermittlung der Ergebnisse in Ausstellungen, Führungen und Vorträgen.
Aufbau und Bereitstellung einer Fachbibliothek mit den Schwerpunkten Stadt- und Regionalgeschichte. Die Präsenzbibliothek kann im Lesesaal des Archivs genutzt werden.
Archivgeschichte
Ein erster schriftlicher Hinweis zur Existenz eines Archivs in Göppingen stammt von einem im Jahr 1586 angelegten Verzeichnis der „Registratur über des Spitals zu Göppingen Brieff“. In seinem historischen Kern geht das Archiv auf zwei Einrichtungen zurück, auf die Provenienzen „Spital“ und „Stadt- und Amtsschreiberei“.
Der erste Stadtbrand von 1425 und der Dreißigjährige Krieg 1618-1648 führten zu keinen nennenswerten Einbußen an Archivgut. Verluste erlitt das Stadtarchiv indessen beim zweiten Göppinger Stadtbrand im Jahr 1782. Zwar konnte der größte Teil der Archivbestände, darunter die 1318 einsetzende Urkundenüberlieferung, dank des beherzten Eingreifens des Stadtschreibers Karl Friedrich Knoer in Sicherheit gebracht werden, doch konnte mangels Transportmöglichkeiten nicht verhindert werden, dass Teile der Rechnungen und der Inventuren und Teilungen verbrannten.
In dem 1785/86 vollendeten Neubau des Rathauses nach dem Großbrand bekam das Stadtarchiv Räume im Erdgeschoss zugewiesen, die es bis zu seinem Umzug an den heutigen Standort „Alter Kasten“ 1983/84 behalten sollte.
1928 wurde Oberlehrer a. D. Wilhelm Scheuthle mit der Neuordnung des Archivs beauftragt. Nach seinem plötzlichen Tod noch im selben Jahr nahm sich sein Nachfolger Karl Kirschmer dieser Aufgabe mit großem Engagement an. Die Auflistung der ca. 300 lfd. Meter umfassenden heutigen Altbestände für die „Württembergischen Archivinventare“ kündet von dieser Fleißarbeit.
Erstmals hauptamtlich besetzt wurde das Stadtarchiv 1955 mit Manfred Akermann. Auf ihn folgten als Leiter des Archivs 1974 Dr. Dieter Kauß, 1983 Dr. Karl-Heinz Rueß und seit 2020 Dr. Dominik Gerd Sieber.
Das Haus „Alter Kasten“ geht zurück auf die um 1570 vom Göppinger Obervogt Christoph von Degenfeld errichtete Stadtresidenz. Diese wurde 1707 unter Einbeziehung eines Nachbarhauses zum Fruchtkasten der Göppinger Oberhofen-Stiftsverwaltung umgebaut. Vom 19. Jahrhundert an bis zum Einzug von Stadtarchiv und Vertriebenenstuben diente das Gebäude schulischen Zwecken.