Über das Jüdische Museum
Museumsgeschichte
1985 fasste der Gemeinderat der Stadt Göppingen den Beschluss, ein Museum zur Geschichte der Juden in Jebenhausen und Göppingen zu gründen.
Damit wurde eines der ersten Jüdischen Museen in Deutschland auf den Weg gebracht, im Sommer 1992 wurde es eröffnet. Nach 25 erfolgreichen Jahren war es an der Zeit, die technische Ausstattung des Museums wie auch die Dauerausstellung komplett zu erneuern. Im Januar 2019 konnte das Museum inhaltlich aktualisiert und zeitgemäß gestaltet wiedereröffnet werden.
Das Haus
Das Museum befindet sich in der über 500 Jahre alten ehemaligen Dorfkirche von Jebenhausen. Dieses historische Gebäude erzählt von der langen Geschichte des Zusammenlebens von Juden und Christen: Nach der Schließung der Synagoge 1899 schenkte die jüdische Gemeinde vergoldete Deckenleuchter und Teile des Gestühls der Kirche – ein Symbol gelebter Nachbarschaft.
Im Innenraum erinnern Wappendarstellungen und Epitaphien an die Adelsfamilie von Liebenstein, die bereits 1777 jüdischen Familien Schutz gewährte und so die Entwicklung der Gemeinde maßgeblich prägte.