Göppinger Barbarossa-Urkunde von 1154
Lorasdsdem
Das älteste im Original erhaltene Dokument, in dem der Ortsname Göppingen auftaucht, führt uns ins Jahr 1154.
Es ist eine Pergamenturkunde, die der Stauferkönig und nachmalige Kaiser Friedrich I. Barbarossa „apud Geppingin“, also in Göppingen, ausgestellt hat.
Inhalt dieses Schriftstücks ist die Festschreibung von Rechten und Ansprüchen des in der Nähe von Göppingen gelegenen staufischen Hausklosters Lorch. Barbarossa stand damals vor dem Zug nach Rom zu seiner Kaiserkrönung und seiner Ehescheidung mit anschließender zweiter Ehe in einer Phase vor richtungsweisenden Entscheidungen.
An welcher Örtlichkeit in Göppingen genau diese Urkunde ausgestellt wurde, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Fest steht, dass damals Göppingen ein aus mehreren kleinen Siedungskernen zusammengewachsener Ort war.
Erst im frühen 13. Jahrhundert vollzog sich die Stadtwerdung Göppingens.
Diese bedeutsame Urkunde befindet sich nach einer wechselvollen Geschichte im Zusammenhang mit der Auflösung des Benediktinerklosters Lorch in der Reformationszeit heute in der Abtei St. Paul im Lavanttal/Kärnten.